Über uns
Das Institut für Demokratie und Islam möchte dazu beitragen, dass sich in Deutschland ein moderater Islam beheimatet, der mit den Grundsätzen der liberalen Demokratie vereinbar ist. Der Islam ist eine heterogene Religion, die durch unterschiedliche Traditionen, Interpretationen und gelebte Religiosität gekennzeichnet ist. Einige dieser Variationen sind mit den Menschen- und Freiheitsrechten nicht vereinbar, andere stellen eine Bereicherung für unsere Gesellschaft dar. Viele Menschen aus muslimisch geprägten Ländern sind zudem säkular und nicht selten vor dem Islamismus in ihren Heimatländern geflohen. Als moderne Einwanderungsgesellschaft sollte Deutschland radikalen Formen des Islam Einhalt gebieten und säkulare oder liberale Muslime stärken.
Dafür benötigen Politik, Justiz, Medien, Bildungseinrichtungen und zivilgesellschaftliche Organisationen Kenntnisse. Das Institut für Demokratie und Islam wird dieses auf Grundlagenforschung basierende Wissen in Form verschiedener medialer Formate, Seminare, Konferenzen, Podiumsdiskussionen und Beratungen zur Verfügung stellen.

Vorstand
Der Vorstand trägt die strategische und operative Verantwortung für die Ausrichtung des Instituts. Zu seinen Kernaufgaben gehören die Leitung wissenschaftlicher Projekte, die Pflege des gesellschaftlichen Dialogs sowie die administrative Verwaltung des Vereins. Er vertritt das Institut nach außen und gewährleistet, dass die Ziele der Förderung von Demokratie und der Analyse des Islamismus konsequent verfolgt werden. Durch eine enge Abstimmung mit dem Beirat und dem Kuratorium sichert der Vorstand eine fundierte wissenschaftliche Basis und eine breite gesellschaftliche Verankerung unserer Arbeit in Deutschland und darüber hinaus.


Prof. Dr. Susanne Schröter
Vorstandsvorsitzende
Im November 2014 gründete sie das „Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam“ (FFGI) an der Goethe-Universität, das sie als Direktorin bis zu dessen Schließung im Jahr 2025 leitete. Sie ist emeritierte Professorin für Ethnologie kolonialer und postkolonialer Ordnungen an der Goethe-Universität, und wirkte dort von 2008 bis 2019 als Principal Investigator im Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“. Von 2004 bis 2008 war sie Lehrstuhlinhaberin für Südostasienkunde an der Universität Passau. Zwischen 2000 und 2004 lehrte sie als Gastprofessorin an der Yale University, den Universitäten Mainz, Frankfurt und Trier und forschte als Fellow an der University of Chicago.
Prof. Dr. Thomas Haussmann
Schatzmeister
Er ist Professor für Personalmanagement, Organisation und Unternehmensführung an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) und freier Unternehmensberater. Von 1992 bis 2020 war er Berater und Seniorpartner in mehreren internationalen Beratungsgesellschaften (Hay Group, Watson Wyatt und Korn Ferry). Er ist Autor mehrerer Fachbücher und zahlreicher Artikel und Buchbeiträge. Darüber hinaus engagiert er sich ehrenamtlich in mehreren Organisationen und Vereinen, teils im Vorstand, für Kultur- und Sprachförderung sowie für die liberale Demokratie.


Marcus M. Lübbering
stv. Vorstandsvorsitzender
Als Diplom-Volkswirt war er von 1982 bis 1994 bei der Deutschen Bank tätig. 1994 bis 1998 war er Leiter des Redenschreiber-Referats im Bundeskanzleramt in Bonn, 1999 bis 2021 Leiter der Planungsabteilung in der Hessischen Staatskanzlei, danach bis 2023 Geschäftsführer der Ludwig-Erhard-Stiftung. Sein breites ehrenamtliches, gesellschaftliches und kirchliches Engagement führte ihn zur Gründung der Academie Kloster Eberbach – Werte und Wirtschaft und Gesellschaft e. V. im Jahr 2005, deren Vorsitzender er seither ist.
Oliver Bertrand
Schriftführer
Nach seinem Magisterabschluss in Vergleichender Religionswissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt arbeitete er dort zunächst in Lehre und Forschung und übernahm dann Aufgaben in der Administration. Von 2006 bis 2020 war er ehrenamtlich in Hessen im interreligiösen Dialog tätig. Als Mitbegründer des Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam (FFGI) im Jahr 2014, war er bis zu dessen Schließung 2025 Forschungskoordinator und ist weiterhin an der Goethe-Universität tätig.
Weitere Gründungsmitglieder

Naila Chikhi

Dr. Albrecht Kochsiek
Sie floh 1995 vor dem Terror islamistischer Gruppen aus Algerien. In Deutschland studierte sie Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaften, ist Gründungsmitglied der Initiative Migrantinnen für Säkularität und Selbstbestimmung und wurde 2020 mit dem Menschenrechtspreis der Ingrid zu Solms-Stiftung ausgezeichnet
Als promovierter Volljurist ist er geschäftsführender Gesellschafter der Kochsiek Invest GmbH. 2014 zog er als Stadtverordneter in den Römer und ist seitdem Mitglied des Stadtparlaments Frankfurt sowie planungspolitischer Sprecher der dortigen CDU-Fraktion.

Maria Theresia Lübbering

Prof. Dr. Christian F. Majer
Die Diplom Volkswirtin war beruflich im Bankwesen als Prokuristin tätig. Sie ist ehemalige ehrenamtliche Mitarbeiterin der Wiesbadener Stadtkirche und hat sich viele Jahre bei der Ausrichtung von Veranstaltungen des Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam (FFGI) eingebracht. Seit über 20 Jahren engagiert sie sich ehrenamtlich in der Academie Kloster Eberbach – Werte in Wirtschaft und Gesellschaft e.V.
2003 absolvierte er das erste juristische Staatsexamen an der Universität Tübingen und 2006 das zweite im OLG-Bezirk Stuttgart. Seit 2013 ist er Professor an der Hochschule für Öffentliche Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg und ist dort seit 2019 Direktor des Instituts für angewandte Forschung, sowie auch Direktor des Instituts für Internationales und Ausländisches Privat- und Verfahrensrecht.

Ahmad Mansour

Marwan Abou Taam
Als Sohn arabisch-muslimischer Eltern in Israel geboren, studierte er Psychologie in Tel-Aviv und später in Berlin, wo er seit 2004 lebt. Er arbeitet als Diplom-Psychologe und gründete 2018 Mind Prevention (Mansour-Initiative für Demokratieförderung und Extremismusprävention). Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u. a. das Bundesverdienstkreuz am Bande (2022).
Islam- und Politikwissenschaftler sowie Sicherheitsexperte. Er studierte in Göttingen, Beirut und Aix-en-Provence und promovierte in Göttingen bei Bassam Tibi über islamistischen Terrorismus. Von 2006 bis Ende 2025 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter beim LKA Rheinland-Pfalz in Analyse und Fortbildung. Schwerpunkte: islamistischer Extremismus, Salafismus, Dschihadismus und Sicherheitspolitik. Zudem assoziiertes Mitglied des Berliner Instituts für Integrations- und Migrationsforschung sowie Publizist und Sachverständiger.

Ali Ertan Toprak

Angela Vardopoulos
Ali Ertan Toprak ist Bundesvorsitzender der Kurdischen Gemeinde Deutschland und Ehrenpräsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände in Deutschland. Ende 2025 wurde er von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt in den neu eingerichteten „Beraterkreis Islamismusprävention und Islamismusbekämpfung“ im Bundesministerium des Innern berufen. Er ist Mitglied des ZDF-Fernsehrats und des ARTE-Programmbeirats
Sie ist gelernte Einzelhandelskauffrau und Handelsfachwirtin. Seit 2014 ist sie in der Verwaltung der Goethe Universität beschäftigt. Unter anderem war sie dort in den Jahren 2017 und 2018 im Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam (FFGI) tätig.
Beirat
Der Beirat des Instituts besteht aus anerkannten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft. Seine primäre Aufgabe liegt in der strategischen Beratung des Vorstands sowie der wissenschaftlichen Begleitung unserer Forschungsprojekte zu Demokratie und Islam. Durch seine interdisziplinäre Zusammensetzung garantiert der Beirat eine hohe Qualität unserer wissenschaftlichen Arbeit und fördert den kritischen Diskurs innerhalb des Vereins. Die Mitglieder bringen ihre langjährige Erfahrung ein, um neue Themenfelder zu erschließen und die gesellschaftliche Relevanz unserer Publikationen sicherzustellen.



Prof. Dr. Ebrahim Afsah (Kopenhagen)
Vor 2012 war er im Nahen Osten und Zentralasien als Regierungsberater. Seine wissenschaftliche Laufbahn führte ihn danach u.a. nach London, Dublin, Heidelberg, Oslo, Florenz, Harvard Law School und die National University of Singapore. Von 2018 bis 2022 war er Universitätsprofessor für Islamisches Recht an der Universität Wien und ist jetzt außerordentlicher Professor für Völkerrecht an der Universität Kopenhagen. Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a. islamisches Recht, Völkerrecht, sowie die Rechts- und Verwaltungsreform in Räumen fragiler Staatlichkeit und internationaler Beziehungen.
Prof. Dr. Mouhanad Khorchide (Münster)
Seit 2010 ist er Professor der Islamischen Religionspädagogik an der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster und wurde 2026 Gründungsdekan der ersten Islamisch-Theologischen Fakultät in Deutschland. In einem seiner bekanntesten Werke „Islam ist Barmherzigkeit“, stellt er einen modernen und aufgeklärten Islam vor. Er leitet den Beirat der „Dokumentationsstelle politischer Islam“ in Österreich.
Prof. Dr. Elham M. Manea
Die jemenitisch-schweizerische Politologin wurde in Ägypten geboren, studierte in Jemen, Kuwait und den USA, promovierte an der Universität Zürich, ist dort seit 2023 Titularprofessorin und leitet dort den Kompetenzbereich Middle Eastern and Gulf Studies am Institut für Politikwissenschaft. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Konfliktdynamiken in fragilen Staaten des Nahen Ostens und der Golfregion. Sie engagiert sich für einen humanistischen Islam und die Umsetzung der Menschenrechte.



Prof. Dr. Florence Bergeaud-Blackler (Paris)
Die französische Anthropologin arbeitet am Centre national de la recherche scientifique (CNRS) über islamische Normativitäten und Netzwerke des Salafismus und der Muslimbruderschaft. Sie berät öffentliche sowie private nationale und internationale Organisationen und ist Mitglied des Strategieausschusses des Centre de Réflexion sur la Sécurité Intérieure (CRSI) in Paris. Im Jahr 2024 wurde sie zur Ritterin der Ehrenlegion ernannt.
Prof. Dr. Ruud Koopmans (Berlin)
Bis 2010 war er Professor für Soziologie an der Vrije Universiteit Amsterdam. Ab 2007 leitet er am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung die Abteilung Migration, Integration und Transnationalisierung und wurde an der Humboldt-Universität 2013 Professor für Soziologie und Migrationsforschung. Von 2020 bis 2022 war er Vorsitzender des Kuratoriums des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM), Berlin. Migrationsforschung (DeZIM), Berlin.
Prof. Dr. Ronald Stade (Malmö)
Er ist Professor Emeritus an der Universität Malmö. Seine Forschung führte von ethnographischen und historischen Projekten zur DDR und der pazifischen Insel Guam zu Schlüsselbegriffen in internationalen Beziehungen, der Rolle von kulturellen Werten in bewaffneten Konflikten, den existenziellen Dimensionen von Ethik und Moral und deren Bedeutungen im Nahostkonflikt und Islam. Stade lebt seit 2017 im arabischen Nahen Osten..
Kuratorium
Das Kuratorium des Instituts für Demokratie und Islam e.V. fungiert als wichtiges Beratungs- und Aufsichtsorgan, das die langfristige strategische Ausrichtung und wissenschaftliche Integrität des Vereins sicherstellt. Seine Mitglieder, herausragende Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft, bringen ihre Expertise ein, um die Brücke zwischen akademischer Forschung und gesellschaftlicher Praxis zu stärken. Die Hauptaufgabe besteht darin, die Vereinsorgane bei der Erreichung der satzungsgemäßen Ziele zu unterstützen, neue Impulse für die Projektarbeit zu setzen und die Vernetzung des Instituts auf nationaler wie internationaler Ebene zu fördern.
Die Mitglieder des Kuratoriums werden zeitnah an dieser Stelle vorgestellt werden.