top of page

Unsere Mission

Die liberale Demokratie steht zurzeit unter Druck. Extremisten von rechter, linker und islamistischer Seite erhalten Zulauf, vor allem von jungen Menschen. Die wehrhafte Demokratie scheitert allerdings häufig an einem Mangel an Wissen über die einzelnen Phänomenbereiche. Das gilt vor allem für den Islamismus, der allzu häufig auf seine gewaltbereite Form, den Dschihadismus, reduziert wird. Sinan Selen, der neue Leiter des Bundesamtes für Verfassungsschutz hat allerdings zu Recht eindrücklich vor dem legalistischen Islamismus gewarnt, dessen Akteure erfolgreich Einfluss auf die Politik und auf zivilgesellschaftliche Organisationen nehmen. Seine charakteristischen Merkmale sind Intoleranz, Ablehnung der individuellen Freiheitsrechte, insbesondere der Rechte von Mädchen und Frauen, Antisemitismus und ein tiefer Hass auf den Westen.

Das Institut für Demokratie und Islam (INDEMIS) wird das benötigte Wissen über Islamismus in allen seinen Variationen generieren, für Fachkräfte aus Polizei und Justiz, Medien, Schulen und Jugendarbeit, der Administration und Politik aufzubereiten und einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Wir werden dafür mit muslimischen Experten zusammenarbeiten, die fundamentalistischen Auslegungen islamischer Quellen eine zeitgemäße und demokratiekompatible Exegese entgegensetzen und liberalen muslimischen Praktikern, die noch immer in Dialogformaten unterrepräsentiert sind, eine Stimme geben. Es ist uns wichtig zu betonen, dass der Islam eine Weltreligion mit großer innerer Diversität ist und der islamische Extremismus bzw. der politische Islam lediglich eine Variante darstellt. Ein Generalverdacht gegen alle Muslime liegt uns fern. Im Gegenteil: Liberale Muslime sind eine Ressource der Extremismusprävention.

Das Institut für Demokratie und Islam wird

  • wissenschaftliche Grundlagenforschung im Bereich Islamismus durchführen

  • grundlegende Informationen zu Islam und Islamismus bereitstellen

  • Wissen über Konflikte in der islamischen Welt veröffentlichen, die in unserer globalisierten Welt auch Deutschland betreffen

 

Für den Wissenstransfer bauen wir ein digitales Informationsportal auf, bieten Konferenzen, Podiumsdiskussionen, Vortragreihen für Interessierte sowie Workshops und Beratungen für Fachkräfte an.

Unsere Arbeit wird durch einen internationalen wissenschaftlichen Beirat begleitet, in dem theologische, juristische, sozial- und politikwissenschaftliches Wissen gebündelt wird. Wir legen Wert auf höchstes wissenschaftliches Niveau und auf allgemeinverständliche Informationen. Wissensgenerierung und Wissenstransfer müssen eine Einheit bilden.

 

Inhaltlich und teilweise auch personell steht INDEMIS in der Tradition des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam (FFGI), das bis 2025 an der Goethe-Universität wirkte.

bottom of page